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Straßenbau Baustelle in Schlebusch an der Mülheimer Straße bleibt länger bestehen

Von Marie Welling 13.06.2018

 

Manfred Gottschalk und andere Einzelhändler sind verärgert über die Informationspolitik zur Baustelle.

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Leverkusen-Schlebusch -

Vielen erscheint sie wie die unendliche Geschichte, die Baustelle auf der Mülheimer Straße in Schlebusch. Vor allem die Einzelhändler sind betroffen. „Wenn wegen der Baustelle die Kundschaft ausbleibt, ist das sehr schlecht fürs Geschäft. Da hängen schließlich auch Existenzen dran“, ärgert sich Sabine Forst-Krämer, Besitzerin der Modeboutique Sabine Forst Fashion & Lifstyle.

Nach vier Wochen sollte alles fertig sein

Ursprünglich war geplant, dass die Bauarbeiten zwischen Dhünnberg und Von-Diergardt-Straße nach etwa vier Wochen abgeschlossen sind. Nun steht fest, dass die Arbeiten noch drei Wochen länger dauern.

Es liegt in den Händen der Energieversorgung Leverkusen (EVL), die Baustelle zu beenden, denn die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) haben ihre Vorarbeit für die im Juli beginnende Fahrbahnsanierung abgeschlossen. Die EVL begründet die Verzögerung damit, dass man bei den Arbeiten alte Schienen und altes Mauerwerk entdeckt habe.

Deshalb sei die Baustelle verbreitert und nicht wie geplant nur auf den Gehweg beschränkt worden. Dazu kam die einwöchige Aufhebung der Sperrung für das Schützenfest in Schlebusch, die im Plan nicht vorgesehen war. Die Einzelhändler sind frustriert.

Ladeninhaber sind frustiert

Manfred Gottschalk von der Buchhandlung Gottschalk schätzt, dass seit Beginn der Baustelle circa 30 Prozent weniger Kundschaft im Laden sei; Sabine Forst-Krämer beklagt einen Kundenrückgang von etwa 20 Prozent. Und auch den Bioladen im Dorf trifft es. Der Laden mache ein Drittel weniger Umsatz, erzählt die Besitzerin Alexandra Steinke.

Baustelle Schlebusch Ärger2

Die Einzelhandelsbetreiber sind sich einig, dass die Bauarbeiten stattfinden müssen, das sei klar. Ärgerlich sei jedoch die Kommunikation oder eben die Nicht-Kommunikation mit den Ladenbesitzern und den Anwohnern.

Es scheint wenig Information von Seiten der TBL und EVL anzukommen und vieles sei für die Betroffenen sehr undurchsichtig. Der Informationszettel der TBL, der das gesamte Gebiet um die Mülheimer Straße über die bevorstehende Fahrbahnsanierung informieren sollte, wurde nur in Teilen ausgeliefert. Bei den Einzelhändlern kam der Zettel nicht an.

Auf den Gehwegen vor den Geschäften befinden sich zudem Markierungen; was dort allerdings genau passieren soll, das weiß keiner der Geschäftsbetreiber so genau. Alexandra Steinke betont: „Man hat eine Art Ohnmachtsgefühl. Ich verstehe, dass die Dinge gemacht werden müssen, aber das Verständnis auf der anderen Seite scheint zu fehlen.“

Kritik auch an der Verkehrsführung 

Die Geschäftsleute ärgern sich außerdem darüber, dass die Straße die ganze Woche in eine Fahrtrichtung gesperrt ist, die Bauarbeiten jedoch Freitagnachmittag niedergelegt werden und am Wochenende dort nichts mehr passiert.

Heinz Klaus Strick liest: "Mathematik ist wunderschön!""

 

Viele kennen den alteingesessenen Mathematiker noch aus ihrer Schulzeit, denn Heinz Klaus Strick war lange Zeit Lehrer und später Schulleiter auf dem Landrat-Lucas-Gymnasium in Opladen. Nach seinen immerwährenden Kalendern, sowie dem Buch "Mathematik ist schön", erscheint nun sein neues Buch "Mathematik ist wunderschön". Am Mittwoch, den 28.02.2018 um 18:30 Uhr, stellt er es im Café Libre in der Mülheimer Str. 8 vor.

Der Eintritt ist frei, doch wir bitten um Platzreservierung!




 Lange Zeit kannte kaum jemand in Deutschland die Werke von Jane Austen. Erst ihre Verfilmungen brachten die britische Schriftstellerin in alle Munde. Kurz vor ihrem 200. Todestag am 18. Juli legte Denis Scheck, Literaturkritiker, Übersetzer und Journalist in Hörfunk und Fernsehen, bei seiner Vortragsreise eine Station in Leverkusen ein.

Manfred Gottschalk, Inhaber der gleichnamigen Schlebuscher Buchhandlung, hatte ihn im Rahmen von "Museum Litterale" - einem 1996 von der Buchhandlung in Zusammenarbeit mit Museum Morsbroich und KulturStadtLev entwickelten Veranstaltungsformat - ins Schloss Morsbroich eingeladen. Der Spiegelsaal drohte aus allen Nähten zu platzen. Zuhörer mussten auf das Obergeschoss ausweichen. Mit dem Ergebnis, dass im ganzen Raum Sauna ähnliche Zustände herrschten. "Ich könnte natürlich zu manchen Lesungen ins Forum ausweichen", räumte der Buchhändler ein, der in diesem Jahr das 70-jährige Bestehen seines Geschäfts feiert. "Aber ich will unbedingt im Schloss bleiben, denn sonst wäre es nicht mehr 'Museum Litterale'". "Drei Themen dominieren die Literatur: Liebe, Tod und Geld", schilderte Scheck, ehe er seine Zuhörer mit akustischen Aufgüssen aus dem Roman "Vernunft und Gefühl" verwöhnte. Allerdings begann die Lesung mit leichter Verspätung. Ein Mann musste erst noch seinen Pkw wegsetzen, weil dieser die Feuerwehrzufahrt versperrte. Es sei "wirklich erstaunlich, dass in den Gesichtern der Menschen ein glückseliges Lächeln auftaucht, sobald der Name Jane Austen fällt", sagte Scheck schließlich. Das liege nicht zuletzt daran, dass man sich auf die Schriftstellerin immer einigen könne. Sie sei auch eine seiner Lieblingsautoren, deren erster Roman sich anfangs "fast wie eine Schufa-Auskunft" lese, so Scheck. Die Erzählung dreht sich so unterhaltsam wie erhellend um die Suche nach dem Menschen fürs Leben. Beschrieben wird die Geschichte zweier ungleicher Schwestern, die lernen, mit ihrer Enttäuschung zu leben und nach einer dramatischen Zuspitzung der Ereignisse den Standpunkt der jeweils anderen besser zu verstehen. Insgesamt besticht das Werk durch seinen gelungenen Handlungsaufbau, herrliche Charakterzeichnungen und großartige Dialoge. Nicht zuletzt seine besondere Ironie lässt den Roman zum Vergnügen für Hörer und - in diesem Fall für Scheck als Leser - werden. Kein Wunder also, dass die literarische Bedeutung von Jane Austens in der englischsprachigen, vor allem in der britischen Kultur, ähnlich hoch angesehen ist, wie beispielsweise die Komödien von William Shakespeare.

Quelle: RP

... und dazu unser kleiner Kommentar, dem Nachwort von Denis Scheck zu "Vernunft und Gefühl" folgend:

Wussten Sie, dass Jane Austens „Verstand und Gefühl“ zunächst als Briefroman angelegt war? Dass Jane Austen den Prinzregenten Englands vermutlich persönlich kannte? Oder dass Marc Twain Jane Austens Leichnam am liebsten ausbuddeln und ihr ihr eigenes Schienbein über den Schädel ziehen wollte? Ja? Dann waren Sie vermutlich am Donnerstag-Abend im Schloss Morsbroich. In der Veranstaltungsreihe des „Museum Litterale“ war dieses Mal Denis Scheck zu Gast. Der Literaturkritiker stellte eine Neu-Übersetzung von Austens „Verstand und Gefühl“ vor. Sein Fazit: Austen ist ein „Wie-kann-man-nur!“ auf zwei Beinen. Weiterhin schließt er sich Austens Zeitgenossen Walter Scott an: „Diese junge Frau verfügt über das Talent, alltägliche Verwicklungen, Gefühle und Charaktere zu beschreiben, ein so wundervolles Talent, wie es mir noch nie begegnet ist“.